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Kennzahlen

Maximum Drawdown - der größte Rückgang vom Hoch

Der Maximum Drawdown zeigt den größten Wertverlust vom Höchststand bis zum Tiefpunkt. Wir erklären, warum die Kennzahl das Verlustrisiko so anschaulich macht.

Florian Hofmann · Aktualisiert am 06.07.2026 · 2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Maximum Drawdown ist der größte Rückgang von einem zwischenzeitlichen Höchststand bis zum tiefsten Punkt danach.
  • Er zeigt den schlimmsten Buchverlust, den dein Portfolio in der betrachteten Historie durchgemacht hat.
  • Talantor rechnet ihn auf dem zeitgewichteten Wertindex - also unabhängig davon, ob du zwischendurch Geld ein- oder ausgezahlt hast.

Was ist der Maximum Drawdown?

Der Maximum Drawdown beantwortet die Frage: Wie tief ging es vom Gipfel bis ins Tal? Steigt dein Portfolio auf ein neues Hoch und fällt anschließend, wächst der Drawdown so lange, bis ein neues Hoch erreicht ist. Der Maximum Drawdown ist der größte dieser Rückgänge über den gesamten Zeitraum - immer als negativer Prozentwert.

Anders als die Volatilität, die Schwankungen in beide Richtungen misst, betrachtet der Drawdown nur die Verlustseite. Er ist damit sehr anschaulich: Er entspricht dem größten Wertverlust, den du hättest aushalten müssen, wenn du zum ungünstigsten Zeitpunkt eingestiegen und am Tiefpunkt verkauft hättest.

Ein einfaches Beispiel

Angenommen, dein Portfolioindex steigt auf 100, fällt dann auf 80 und erholt sich später wieder. Der Rückgang von 100 auf 80 ist ein Drawdown von 20 %. Erreicht der Index zwischendurch kein neues Hoch, sondern fällt weiter auf 70, wächst der Drawdown auf 30 %. Der tiefste Punkt relativ zum vorherigen Hoch bestimmt den Wert.

Wie Talantor ihn berechnet

Talantor verwendet den zeitgewichteten Wertindex deines Portfolios. Das ist wichtig, weil eine Einzahlung deinen Kontostand erhöht, ohne dass der Markt gestiegen wäre - und eine Auszahlung ihn senkt, ohne dass etwas an Wert verloren hätte. Der zeitgewichtete Index blendet diese Zahlungsströme aus und zeigt die reine Wertentwicklung. So misst der Drawdown tatsächlich das Marktrisiko und nicht deine Sparrate.

Erholung braucht mehr als der Verlust

Ein Drawdown von 50 % ist besonders tückisch: Um ihn auszugleichen, braucht es anschließend nicht 50 %, sondern 100 % Anstieg. Je tiefer das Tal, desto überproportional länger dauert die Erholung - ein guter Grund, große Drawdowns durch Streuung zu begrenzen.