Das Wichtigste in Kürze
- Die Sharpe-Ratio setzt deine Rendite ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko (der Volatilität).
- Sie beantwortet: Wie viel Rendite bekommst du je Einheit Schwankung? Höher ist besser.
- Talantor rechnet ohne risikofreien Zins (rf = 0), sodass die Kennzahl die reine Rendite je Risiko zeigt.
Was ist die Sharpe-Ratio?
Rendite allein sagt wenig, solange man nicht weiß, wie viel Risiko dafür nötig war. Zwei Portfolios mit derselben Rendite sind nicht gleich gut, wenn das eine ruhig lief und das andere eine Achterbahnfahrt war. Genau hier setzt die Sharpe-Ratio an: Sie teilt die Überrendite (die Rendite über dem risikofreien Zins) durch die Volatilität.
Das Ergebnis ist eine Verhältniszahl. Je höher sie ist, desto mehr Rendite hat dein Portfolio je Einheit Schwankung erwirtschaftet - also desto effizienter wurde das Risiko genutzt.
Wie du sie liest
Als grobe Orientierung gilt: Werte um 1 sind ordentlich, deutlich darüber sehr gut, negative Werte bedeuten, dass sich das Risiko im betrachteten Zeitraum nicht ausgezahlt hat. Weil die Kennzahl stark vom Zeitraum abhängt, ist der Vergleich über die Zeit oder zwischen Strategien aussagekräftiger als ein einzelner absoluter Wert.
Wie Talantor sie berechnet
Talantor bildet die annualisierte Rendite und die annualisierte Volatilität aus deinem echten zeitgewichteten Verlauf und teilt die eine durch die andere. Der risikofreie Zins wird auf 0 gesetzt - die Kennzahl misst damit die volle Rendite je Risiko, ohne Annahme über einen aktuellen Tagesgeldzins, der sich ohnehin laufend ändert.
Sharpe bestraft auch Gewinne
Weil im Nenner die gesamte Volatilität steht, senken auch starke Kurssprünge nach oben die Sharpe-Ratio. Wer nur das Verlustrisiko betrachten will, schaut zusätzlich auf die Sortino-Ratio.